Was wir glauben
 Gemeindeleben
 Fotogalerie
 Mission
 Zeugnisse
 Gebet
 Prophetisches
 Andacht
 Kinderseite
 Datenschutzerklärung
 Links und Impressum
Andacht

Gefeiert!

„Das wird gefeiert!“ hieß es in meiner Jugend. Wie ich heute meine heranwachsenden Kinder verstehe, dann „feiert“ jemand etwas, wenn dieser etwas richtig gut findet. Man sagt dann: „Das hat er gefeiert!“ Eigentlich auch keine schlechte Verwendung des Wortes „feiern“. Wann haben Sie das letzte Mal gefeiert? Bei einem Fest in der Familie, beim Sport oder im Fußballstadion? Feiern gehört zu unserem Leben, dem wird wohl jeder zustimmen. Freude, Feiern, Lachen, gegenseitiges Umarmen ist ein menschliches Grundbedürfnis, und es ist gut, dies auch regelmäßig auszuleben.
Wie sieht es eigentlich in unseren Gottesdiensten aus? Wird dort gefeiert, gelacht, vielleicht sogar getanzt? Falls Sie es nicht wissen sollten: David hat beim Einzug der Gesetzestafeln des Gottes Israels in seine Königsstadt Jerusalem vor Freude getanzt, und zwar so ausgelassen, dass sich seine Frau darüber maßlos empört hat. Aber: Es war ihm ganz egal, und der Gott Israels hat diese Freude von seinem eingesetzten König wirklich angenommen. König David bewahrte sich sein ganzes Leben seine Kindlichkeit und Kindhaftigkeit - nicht zu verwechseln mit kindischem Verhalten. Von Davids Herz können wir viel lernen. Vieles davon wird von Jesus, dem Messias Israels in seinem Leben und seinen Lehren wieder aufgegriffen und fortgeführt. Ich erinnere mich noch gut, als ich zum ersten Mal Juden mit der biblischen Thorarolle tanzen sah. Einer von ihnen war der damalige Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek. Als damaliger Atheist fand ich dies einfach nur „cool“ und so gänzlich unkirchlich und unreligiös.
Wie sieht es also in unseren Gottesdiensten aus? Zum Ersten: Sind die Gottesdienste nur feierlich oder geht es dort auch entsprechend fröhlich zu? Oder geht alles, so wie immer, seinen einstudierten Gang? Zum Zweiten: Wer oder was wird im Gottesdienst gefeiert? Feiern sich am Ende gar die Gottesdienstbesucher selber? Als anständige, wohlsituierte Bürger in einer perfekten Gemeinde?
Jesus von Nazareth war da doch ganz anders. Er richtet sein Hauptaugenmerk auf eine persönliche, kindlich-vertraute Vaterbeziehung zu dem einen Ewigen, ohne religiös-formal zu wirken und ohne sich dabei einem aktuellen „Life-Style“ anzudienen. Er macht keine Unterschiede zwischen den Menschen, jeder ist willkommen. Wären dies nicht ganz interessante Kirchen und Gemeinden? Und zwar für alle Menschen – arm und reich.



monatsgedanken