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Andacht

Advent - die Ankunft

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Wort "Advent" stammt aus dem Lateinischen, der Sprache der alten Kirche, und bedeutet "Ankunft". Im Kirchenjahr steht diese Zeit vor Weihnachten und heißt genau genommen „Adventus Domini“, die Ankunft des Herrn. Geschichtlich wissen wir, dass das ganze Volk der Juden zu der Zeit der Geburt Jesu tatsächlich in Erwartung des Messias war. Besetzt von den Römern und unter der Macht von religiösen Leitern, die oftmals nur ihren weltlichen, gesicherten Lebensstil erhalten wollten, war das Volk in Spannung und in Hoffnung auf eine baldige Befreiung aus dieser misslichen Lage. Wie reagiert der Gott Israels auf diese Situation und auf diese mitunter menschlichen Hoffnungen?
Der Gott Israels verkündigt tatsächlich, dass die Zeit gekommen ist, dass es die richtige, die "erfüllte" Zeit ist. Der Messias kommt, er steht vor der Tür, aber er kommt ganz anders, als die Menschen sich dies vorstellen und erwarten. Er kommt unscheinbar und wird nur von wenigen Menschen erkannt. Und dies sind auch noch außergewöhnliche Gestalten: Die Hirten draußen auf dem Feld erfahren in tiefster Nacht die Botschaft über die Geburt des Messias und sie glauben es. Ausgerechnet diese sind unter den ersten, die es erfahren, und nicht die angesehenen pompösen Geistlichen Israels zu dieser Zeit.
Auch die schwangere Maria hatte einen tiefen Einblick und beginnendes Verständnis über das, was Gott tun wollte, wie wir in ihrem Lobgesang entnehmen können. Dieser Lobgesang, den wir in den ersten Kapiteln des Lukasevangeliums finden, erkennt die Größe Gottes an, seine Barmherzigkeit gegenüber dem Volk und gegenüber ihr selber als einfache Magd. Die Mächtigen und Stolzen sollen gedemütigt werden und die Hungrigen satt werden, und diese Verheißungen, die schon seit Abraham bestehen, sollen erfüllt werden.
Aber es geschieht anders, als Menschen sich das ausdenken würden: Der Messias wird in einem Stall geboren, weil es keine andere Übernachtungsmöglichkeit gibt. Auch in seinem weiteren Leben kommt er nicht als weltlicher König an die Macht. Sein Reich ist von einer ganz anderen Art, wie er es selber später auch ausspricht.
Sind wir für solch eine Art von Ankunft bereit? Anders als wir es gerne hätten und uns vorgestellt haben? Die Hirten und Maria haben es begriffen und angenommen.



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