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Andacht

Mit sich selbst versöhnt

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus." sagt ein deutsches Sprichwort. Und im Alltag erleben wir es oft so: Wenn wir fröhlich sind und die Menschen um uns herum anlächeln, sind sie meist auch freundlich und lächeln zurück. Schlechte Laune macht sich vor allem um uns herum breit, wenn wir selber schlecht gelaunt sind.
Andere Menschen zu lieben funktioniert in erster Linie dann, wenn wir uns selber lieben und annehmen. In der Bibel wird berichtet, dass Jesus folgendes als das größte und wichtigste Gebot bezeichnete: "Liebe den Herrn deinen Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst." Sich selbst zu lieben ist Teil dieses Gebotes, und wer das kann, hat auch gute Chancen, dass er die Menschen in seinem Umfeld annehmen und lieben kann. Sich selbst zu lieben fällt wiederum leicht, wenn man begriffen hat, dass man von Gott geliebt und angenommen ist. Diese Selbstannahme geht bis in alle persönlichen Bereiche hinein, also zum Beispiel auch das eigene Verhalten, das Aussehen, die Fähigkeiten bzw. Unfähigkeiten.
Die Empfindungen über uns selbst sind im Leben nicht immer konstant, aber ein gewisser grundsätzlicher Glaube hat Einfluss darauf, wie wir von uns selber denken. Wenn wir selber an uns zweifeln, ob wir denn gut genug sind, auch gut genug, um vor Gott bestehen zu können, dann werden wir schnell auch hohe Ansprüche an andere legen: Sie haben dann hier einen Fehler, dort etwas falsch gemacht, sie haben versagt, sie haben sich falsch verhalten, und so weiter. Schließlich sind die anderen schuld, dass mein Leben nicht gut funktioniert. Und wir müssen uns so auch nicht mit unseren eigenen Unzulänglichkeiten beschäftigen.
In dem biblischen Wort "Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat." finden wir aber einen ganz anderen Ansatz: Christus hat uns zuerst angenommen, deshalb können wir gut über uns denken und auch andere annehmen. Die Bibel sagt, dass Christus uns schon angenommen hat, als wir noch in unseren Sünden waren. Sind wir doch einmal ehrlich: Es fällt uns nicht leicht, wenn wir merken, dass wir schuldig geworden sind, vielleicht sogar durch extreme Handlungen, uns selber anzuschauen. Es ist befreiend, wenn wir Schuld, Schulden und Beschuldigungen ablegen können und sie uns nicht immer wieder zurechnen müssen. Auch dass bestimmte Dinge in unserem Leben schwierig und krisenvoll waren, können wir akzeptieren und uns selber trotzdem annehmen, denn aus biblischer Sicht muss es ja nicht immer so bleiben. Wie schön ist es, wenn man sich mit sich selber und seiner Vergangenheit versöhnen kann und den Anspruch an die eigene Perfektion nicht aufrechterhalten muss. Der Gott der Bibel hat versprochen, dass er selber diese Perfektion schenken will und wir sie nicht selbst vollbringen müssen.



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