Andacht


Heiliger Geist

Viel Unwissenheit und Unverständnis herrscht über den Begriff „Heiliger Geist“. Manche sind auch der Meinung, dass dies eine kirchliche Erfindung sei und dass dies ein dritter Gott nach Vater und Jesus sein soll. Ein Teil einer Viel-Götter-Gruppe sozusagen. Dementsprechend kritisch bis zweifelnd äußern sich manche Zeitgenossen.
Hier bringt ein geschichtliches Herangehen vom Beginn der Bibel bis hin zu den letzten Schriften im Neuen Testament mehr Klarheit. Der „Heilige Geist“ kommt nicht nur im Neuen Testament und den nachfolgenden Kirchenschriften vor, sondern ist von Anfang an Teil des sogen. Alten Testamentes. Die Bibel spricht immer nur von einem Gott und lehnt Vielgötterei ab. Die Schöpfung dieser Welt in ihrem Universum wurde von einem Gott hervorgerufen und hervorgebracht. In den ersten Versen wird aber bereits erwähnt, dass der Geist Gottes über dem Wasser schwebte. Hier wirkt kein Gott von fern, sondern nimmt Teil an seinem Erschaffenen. Er ist dort selber präsent.
Bei der Erschaffung des Menschen haucht Gott ihm und ihr seinen Atem (das kommt von hebräisch „Odem“) ein. Dies ist immer wieder ein Zeichen für den Geist Gottes. Eigentlich logisch: Wir sind in Gottes Ebenbild geschaffen, durch seinen Geist zum Leben erweckt. Wer in Geburten die ersten Atemzüge eines Kindes oder bei einem Rettungseinsatz ein wiederbelebendes Beatmen erlebt hat, weiß von dieser entscheidenden Kraft des Atems. So ist auch das Verständnis der Bibel vom Geist Gottes. Nur mit dem Odem Gottes ist der Mensch lebensfähig.
Als David so schwer "daneben gelangt" hatte, dass am Ende ein ehrbarer Ehemann getötet war und David mit dessen Ehefrau ein Kind gezeugt hatte, bekennt David öffentlich seine Sünde und bittet Gott darum, dass er seinen Geist nicht von ihm nimmt. In seiner Demut bittet er Gott um einen willigen Geist.
Hier können wir viel von der Wesensart dieses göttlichen Geistes erkennen. Im Neuen Testament kommt dieser Heilige Geist auf den Messias Jesus und danach auf die gesamte, versammelte Gemeinde Gottes. Heutige Wunder, Heilungen, prophetische Erkenntnisse über die Zukunft, Liebe und Barmherzigkeit zu anderen Menschen sind alles Gaben des Heiligen Geistes Gottes. Ohne diesen gegenwärtigen Heiligen Geist bleibt die Gemeinde blutleer und kalt. Kein Mensch hat Interesse an solch einer Pflicht-Gemeinschaft, in der Gott eine ferne, unnahbare Person geworden ist; so soll Gemeinde, nach der Bibel, nicht sein.
Wie wäre es, wenn wir den Geist Gottes, seine Gegenwart in unser Leben ganz neu einladen würden? Wie wäre es, wenn ein allmächtiger Freund mit uns durch den Tag geht und zu uns spricht? Das ist möglich, für jeden von uns.



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